FKBS-Veranstaltung - zugleich Mitgliederversammlung (MV) mit Vorstandswahlen

Mitglieder und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

mittlerweile haben 70.000 Syrer ihr Leben verloren. Seit genau zwei Jahren geht das Morden ununterbrochen weiter. Wie viele Menschen müssen in Syrien noch sterben, bevor der blutige Kampf ein Ende hat? Angst, Zerstörungen, Elend und Tod gehören zum Alltag.

Wie viele von der ägyptischen Revolution Enttäuschte sind zu neuem Widerstand bereit und riskieren Gefangenschaft und Folter, weil sie sich verraten fühlen und keinen Fortschritt sehen? Sie fürchten, dass statt demokratischer Reformen mit einer unabhängigen Rechtsprechung eine neue Diktatur die Macht an sich reißt. Mit ähnlichen Methoden der Täuschung, des Hinhaltens und des Zynismus, mit deren Hilfe Baschar al Assad in Syrien bisher seinem Untergang trotzt, versucht auch der Iran den UN-Sicherheitsrat und die freie Welt zu blenden und ohne substantielle Zugeständnisse die Gespräche in die Länge zu ziehen. Seit Jahren treibt er ein höhnisches Spiel mit dem Westen, der immer noch glaubt, dass selbst die apokalyptischen Drohungen Ahmadinedschads und der Mullahs eine Andeutung von Kompromissbereitschaft und Beruhigung sind im Kampf gegen die Entwicklung nuklearer Waffensysteme.

Was ist aus dem mit Hoffnung auf zukunftsfähige Veränderung verbundenen Aufbruch in der arabischen Welt Nordafrikas geworden? Was bedeutet die instabile Lage in der islamischen Welt, in der offensichtlich jeder Staat und jedes Volk eine andere Vorstellung von Gesellschaft, religiöser Tradition und Machtstrukturen hat? Noch vor einigen Monaten besuchte der Großmufti von Syrien, Ahmad Badreddin Hassoun, die Bundesrepublik und stellte sich der FAZ in einem Interview. Er, der zu Beginn des Krieges vehement Europa und den Westen lautstark vor einem Eingriff warnte, antwortete nun auf die Frage nach der Chance einer freiheitlichen, säkularen Entwicklung in den arabischen Staaten: „Ich sehe keinen arabischen Frühling - ich sehe nur Feuer! So haben sie es gewollt!“

Was bedeutet das für die demokratische Nation Israel - mitten in einer längst in Brand geratenen, islamischen Region? Und wie soll Israel auf die neuesten Schießereien an der Grenze zu Syrien reagieren? Erliegen wir bereits dem Trugschluss, dass sich die Dinge von selbst erledigen, wenn wir möglichst viel Zeit verstreichen lassen? Oder ist es nicht vielmehr geboten, wachsam zu sein und sich der menschenrechtlichen Verantwortung zu stellen? - Dabei spielt unser Verhältnis zu Israel stets eine besondere Rolle.

Wir haben die Gelegenheit, zwei Fachleute zu hören und zu befragen, die mit der aktuellen Entwicklung im nordafrikanischen Raum und mit den politischen Verhältnissen in der gesamten Nahostregion sehr vertraut sind und aus eigener Beobachtung aus den Krisengebieten berichten. So laden wir Sie herzlich ein zur nächsten

FKBS-Veranstaltung - zugleich Mitgliederversammlung (MV) mit Vorstandswahlen -am Dienstag, den 23. April 2013, um 19:00 Uhr

im Tagungsraum der Bergischen Synagoge, Gemarker Str. 15, 42275 Wuppertal. Thema des Hauptreferats: „Bedroht der Arabische Frühling die Sicherheit Israels?“ Referenten: Daniel Gerlach (Journalist, Herausg. u. Chefredakteur d. Zeitschrift „zenith“ / Berlin), Marcel Mettelsiefen (TV-Reporter u. Mitherausg. d. Zeitschrift „zenith“ / Berlin).

Zudem haben wir die Freude, durch einen Kurzbeitrag von Teilnehmern der Israel-Konzertreise der Kantorei Barmen Gemarke (KBG) das erlebnisreiche Projekt gedanklich ein wenig nachzuvollziehen.

Vorgesehene Tagesordnung der Mitgliederversammlung:

  • Begrüßung, Feststellung der Anwesenheit und Beschlussfähigkeit
  • Bericht des Vorsitzenden und Aussprache
  • Bericht des Schatzmeisters und Aussprache
  • Vorstandswahlen
  • Kurzbericht zur Israel-Konzertreise der KBG
  • Hauptreferat: „Bedroht der Arabische Frühling die Sicherheit Israels?“ mit anschl. Gesprächsrunde.

Bitte, merken Sie sich den Termin der Veranstaltung vor, kommen Sie selber und bringen Sie Interessierte mit! Herzlichen Gruß, auch im Namen des Vorstandes, und Shalom;

Arno Gerlach

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