Demonstration „Für Frieden“ - „Gegen Terror und Antisemitismus!“

An alle Mitglieder und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
seit mehr als einem Jahr kennen wir die veröffentlichte Meinung des unabhängigen Expertenrates der Bundesregierung zum Antisemitismus. Sie drückt aus, dass der Antisemitismus in Deutschland und Europa nicht nur ein latentes, sondern mehr und mehr ein wachsendes, erschreckend sichtbares Problem ist.
Die Ereignisse der letzten Monate, Wochen und Tage führen uns deutlich vor Augen, dass uns die jahrelange, offensichtliche Verharmlosung der Judenfeindlichkeit und der rechtsextremistischen Strömungen in unserer Gesellschaft zynisch einholen. Hinzu kommt die Feststellung zunehmender antisemitischer Äußerungen, Angriffe und Überfälle aus Kreisen Jugendlicher, die mit einer antiisraelischen und antijüdischen Erziehung aufgewachsen sind.
Viele unserer jüdischen Bürger fühlen sich wegen persönlicher, rassistischer Beleidigungen, Brandsätze gegen Synagogen, Zerstörungen ihrer Friedhöfe, körperlicher Verletzungen und radikaler Verunglim- pfungen im Internet und in den sozialen Medien nicht mehr sicher in unserem Land.
An Schulen und anderen Bildungseinrichtungen werden jüdische Schüler und Studenten mit Hass und Intoleranz konfrontiert.
Dazu können und dürfen wir nicht schweigen!
Es macht keinen Sinn, sich nach jeder antijüdischen Attacke periodisch verbal zu entrüsten und nach an einer angemessenen Schonfrist zur Tagesordnung überzugehen.

Wir müssen uns positionieren. Und zur Achtung der Freiheit und Unversehrtheit unserer jüdischen Bürger und Freunde sowie aller friedliebenden Minderheiten in unserem Land aufrufen und bekennen. Dies gehört zu unserer historischen, moralischen und grundgesetzlichen Verantwortung!
Deshalb rufen wir auf zu einer öffentlichen

Demonstration
„Für Frieden“ - „Gegen Terror und Antisemitismus!“
am Montag, den 14. Mai 2018;
Treffpunkt und Beginn: Bergische Synagoge, Gemarker Str. 15, 42275 Wuppertal, 17:00 Uhr.

Geplanter Verlauf des Demonstrationszuges:
Bergische Synagoge → Zwinglistraße (Gemarker Kirche) → Alter Markt → Werth (Skulptur „Barmer Erklärung“) → Johannes-Rau-Platz (Rathaus).
Der Abschluss der Veranstaltung findet vor dem Rathaus statt. Das Ende ist für 18:15 Uhr vorgesehen.

Als Zeichen der regionalen Verbundenheit wird der Partnerschaftsverein „Solingen - Nes Ziona“ am selben Tag und zur selben Zeit eine Demo in der Solinger Innenstadt organisieren.

Wir laden Sie und alle anderen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ein, durch ihre Teilnahme an der Demo ein erkennbares Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus zu setzen. Wir freuen uns über Ihr Kommen!

Übrigens: Zum ersten Mal in seiner Geschichte startete der Giro d’ Italia in Israel (Jerusalem). Am Sonntag den 06.05. war unsere Partnerstadt Schauplatz des gigantischen Radsportereignisses. Die Rennfahrer machten sich von Beer Sheva aus auf die 230 km lange Strecke nach Eilat.

Herzlichen Gruß und Shalom - im Namen des Vorstandes -

Arno Gerlach

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