FKBS-Rundschreiben v.05.05.19 / Einladung zur Ausstellung "Israel" 10.05.19

An alle Mitglieder und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
gestern Abend sind wir als Reisegruppe von der diesjährigen FKBS-Städteexkursion aus Kopenhagen zurückgekehrt. Die vielen guten Eindrücke und Erlebnisse werden uns sicher noch lange begleiten.
Sehr beeindruckt haben uns die Besuche der Einrichtungen, in denen wir wertvolle Informationen über das jüdische Leben in Dänemark erfahren haben. Insbesondere der Aufenthalt und die Begegnungen in der frisch restaurierten Hauptsynagoge wirken nach.

Doch kaum wieder zu Hause, erschüttern uns die aktuellen Nachrichten aus Israel.
Seit Samstagvormittag geht ein bisher nicht erlebter Raketenhagel vom Gazastreifen auf Südisrael nieder.
Weit über 650 (!) Raketen sind schon auf israelischem Gebiet eingeschlagen. Während ich schreibe geht der Beschuss unaufhörlich weiter. Selbst Arad, eine Stadt oberhalb des Toten Meeres gelegen, wurde getroffen. Inzwischen sind drei tote und viele verletzte Israelis sowie aufgrund der Gegenmaßnahmen der israelischen Armee zwölf tote Palästinenser zu beklagen. Ca. 175 Raketen konnten durch das Abwehrsystem abgefangen werden.

Auch unsere Partnerstadt blieb wieder einmal nicht verschont. In einem weiteren Telefonat mit unseren Freunden vor Ort erfuhr ich, dass ein Haus im Norden Be’er Shevas, die Gesamtschule Makif Sajin und die Eisenbahnstrecke von Be’er Sheva nach Kiryat Gat (Ri Tel Aviv) durch Raketen der Hamas zerstört wurden.
Der Oberbürgermeister von Be’er Sheva hat sicherheitshalber schon gestern alle Schulen und die Universität sowie öffentliche Einrichtungen schließen lassen.

Wir sind tief betrübt, ja fassungslos über die eskalierende Entwicklung. - Von Entspannung keine Spur!

Als wäre das nicht genug der Ungeheuerlichkeiten, bringt sich die extremistische Partei „Die Rechte“ in Wuppertal mit einem Plakat in Stellung, das uns den Atem verschlagen könnte. Der Aufdruck „Zionismus stoppen: ISRAEL ist unser UNGLÜCK! Schluss damit!“ ist an Dreistigkeit, Zumutung, Schamlosigkeit und Verachtung eines ganzen Volkes einerseits und an hochgefährlichem Angriff auf Demokratie und Menschenrechte kaum noch zu überbieten. Mitglieder des Freundeskreises (FKBS) haben diese Plakate u. a. am Westring in Vohwinkel als Beweismaterial fotografisch gesichert.

Wir werden den Oberbürgermeister umgehend darüber informieren und ihn bitten, die sofortige Beseitigung der Plakate zu veranlassen und gegebenenfalls strafrechtliche Maßnahmen gegen die Partei „Die Rechte“ zu prüfen.

Umso mehr ist es uns als Deutsch-Israelischer Städtepartnerschaftsverein (FKBS) ein Anliegen, eine bereits 2018 anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Israel“ konzipierte und sehenswerte modulare Ausstellung zur Jüdischen Geschichte mit der Stadt Wuppertal, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Düsseldorf und der Jüdischen Gemeinde zu präsentieren.

Wir laden deshalb freundlich ein zur

Eröffnung der Ausstellung „Die Geschichte Israels“ am Freitag, den 10. Mai 2019, um 11 Uhr,
im Lichthof des Rathauses Wuppertal (Barmen).

Kommen Sie und setzen Sie mit uns ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Israel und im Kampf „Gegen Antisemitismus und Terror! - Für den Frieden!

Herzlichen Gruß, auch im Namen des Vorstandes, und Shalom

Arno Gerlach

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