FKBS-Rundschreiben v. 31.05.19

An alle Mitglieder und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
nach dem letzten FKBS-Rundschreiben (v. 05.05.19), in dem u. a. die Plakatierung der Partei „Die Rechte“ in Wuppertal thematisiert wurde, gingen mehrere Rückmeldungen von Mitgliedern und Freunden bei uns ein.
Sie machten deutlich, dass vielen unter uns die erschreckende Entwicklung des Extremismus und Antisemitismus, der sich als offene Feindschaft gegen Israel und die Juden äußert, zunehmend Sorge bereitet.
Auf unseren separaten Brief, der auch an den Oberbürgermeister und die Polizei gerichtet war, hat der Polizeipräsident sofort reagiert und entsprechende Untersuchungen veranlasst, die auch die Prüfung einer möglichen strafrechtlichen Relevanz der Vorgänge beinhalteten. Dafür danken wir der Polizei.
Der Oberbürgermeister ließ uns wissen, dass auch seitens der Stadt überlegt wurde, was man gegen diese Aktion praktisch und rechtlich tun könne.
Das unbefriedigende Ergebnis ist, dass es offensichtlich keine Chance gibt, solche Schandtaten rechtlich verbieten zu lassen, da sie von unseren Gerichten meist (noch) als freie Meinungsäußerungen bewertet werden.

Wir fragen uns, wie weit der § 5 (2) unseres Grundgesetztes „Freiheit der Meinung“ noch gedehnt werden kann, damit solche hochgradig diskriminierenden, hasserfüllten und eindeutig antiisraelischen und antisemitischen Plakatierungen die „Schranken der Ehrverletzung“ (s. GG § 5) nicht durchbrechen.
Mit identischen „Parolen“ hat das Naziregime zur Diskriminierung und zum Hass gegen Juden aufgerufen und letztlich 6 Millionen von ihnen in den Tod getrieben bzw. ermordet.

Ist eine solche menschenverachtende „Meinungsfreiheit“ wirklich vom Geist unseres Grundgesetzes noch gedeckt? Läuft der Krug einer falschverstandenen Toleranz nicht gerade über?
Es ist längst Zeit, dringend auf die Gefahren aufmerksam zu machen und weiteres Unheil zu verhindern.

Am Samstag, den 29. Juni 2019, d. h. in knapp 4 Wochen feiern wir das Jubiläum „90 Jahre Stadt Wuppertal“ am „Langen Tisch“. Diese Form der Veranstaltung kennen wir bereits von vergangenen Stadtjubiläen.
Doch in diesem Jahr werden wir uns im Engelsgarten (neben dem Opernhaus) mit allen anderen Städtepartner- schaftsvereinen Wuppertals und dem Grünen Weg als eine „Internationale Dorfgemeinschaft“ präsentieren.

Das gab’s noch nicht. Umso mehr freuen wir uns darüber.

Für die Vorbereitungen und die Durchführung dieses Festes, das am 29.06.19 offiziell um 16:00 Uhr beginnen soll, benötigen wir viele Helfer*innen. Wir möchten gerne u. a. israelischen Wein, Humus und diverse Arten von Fingerfood anbieten sowie bei Begegnungen mit Musik und in Gesprächen mit den Bürgern und Gästen zusammen sein und fröhlich feiern.

Zudem wollen wir am 29.06. nach der Sperrung der B7 (ab 14:00 Uhr) zwei kleine Partyzelte aufbauen und unseren Stand einrichten. Jede helfende Hand wird gebraucht.
Deshalb bittet der Vorstand alle Mitglieder und Freunde um Unterstützung beim Aufbau (ab 14:00 Uhr), beim Abbau (ab 22:00 Uhr), bei der Betreuung unseres Standortes und bei der Fertigung von kleinen Handspeisen.

Wer uns helfen kann und möchte, sollte sich mit dem Vorstand telefonisch oder per Mail in Verbindung setzen.
Ansprechpartnerinnen sind:
Bärbel Kramer / Tel.: 0202-760886 /

Corinna Puley / Tel.: 0202-25322203 /

Nach Erstellung einer Helferliste werden Bärbel Kramer und Corinna Puley über die notwendigen Einsätze informieren.
Wir rechnen mit Ihnen. Lassen Sie sich begeistern und machen Sie mit! In Gemeinschaft schaffen wir mehr!

Herzlichen Gruß, auch vom gesamten Vorstand, und Shalom

Arno Gerlach

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