Rundschreiben vom 25.03.2021

An alle Mitglieder und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

die vierten Knesset-Wahlen innerhalb von zwei Jahren sind zwar gerade vorbei, haben die Regierungsbildung in Israel aber nicht einfacher, eher komplizierter gemacht.
Mittlerweile sind fast alle Stimmen ausgezählt, doch es wird ein sehr schwieriges Unterfangen sein, mindestens 61 Mandate für eine stabile Koalition zu bündeln. Es kann dauern.

Umso zügiger kommt Israel mit dem Impfen gegen COVID-19 voran. Über die Hälfte der Bevölkerung hat bereits den zweiten Piks. In unserer Partnerstadt hat sich das Leben weitgehend wieder „normalisiert“. Die Corona- Ampel des Südens zeigt „grün“. Die Geschäfte, Sport- und Kulturstätten, das Rathaus, die Kindergärten, Schulen und die Universität sowie alle Freizeitplätze sind wieder geöffnet und zugänglich.

Das Tragen von medizinischen Schutzmasken im gesamten öffentlichen Raum, d. h. innen und außen, bleibt jedoch Pflicht. Eine hoffnungsvolle Entwicklung!

Nicht nur bei Freunden, sondern auch bei politischen Beobachtern löst die vor wenigen Tagen vom UN- Menschenrechtsrat verabschiedete Resolution zum Waffenembargo gegenüber Israel heftige Irritationen aus. Allein im letzten Jahr (2020) waren von den 25 beschlossenen UN-Resolutionen 17 einseitige Verurteilungen Israels als menschenrechtsverletzende Besatzungsmacht. So ist es auch im jüngsten Antrag der Kommission.

Die Beobachtungsstelle „UN-Watch“ bezeichnete es als absurd, dass sich in diesem kurzen Zeitraum über 70 % der Resolutionen gegen Israel gerichtet haben. Das Ziel der einseitigen Verurteilungen ist, den jüdischen Staat zu dämonisieren(Zitat).

Noch bei seinem letzten Besuch in Deutschland lobte der israelische Staatspräsident die „echte Freundschaft“ zwischen unseren beiden Staaten. Ein paar Tage später gab es großes Kopfschütteln und Achselzucken in Israel. Deutschland, derzeit Mitglied des Menschenrechtsrates in Genf, stimmte für die u. a. von Pakistan und den Palästinensern eingebrachte Forderung eines Waffenembargos gegenüber Israel.

In keiner der im vergangenen Jahr gegen Israel gerichteten Resolutionen - auch nicht in der neuen - werden die andauernden Terrorakte und Attentate der palästinensischen Kampfgruppen und der Hamas auch nur erwähnt. Dagegen wird in fast jedem der über 20 Punkte des aktuellen Antrags Israel erneut scharf als Besatzungsmacht kritisiert und aufgefordert, den „Palästinensern einen diskriminierungsfreien Zugang zu Impfstoffen gegen das Corona-Virus zu gewähren(Zitat). Dies sei eine „völkerrechtliche Verpflichtung, betont die UN.

Darauf, dass bereits in den Osloer Verträgen (1993) zwischen Israel und der PLO die Zuständigkeit für den gesamten Gesundheitsbereich der palästinensischen Autonomieregierung übertragen wurde, geht die UN- Erklärung jedoch nicht ein. Obwohl schon seit geraumer Zeit Impfstoffe in die Autonomiegebiete geliefert werden, wird Israel wieder einmal für weder verursachte noch zuständige Mängel verantwortlich gemacht.

Dazu erklärt die israelische UN-Vertreterin Meirav Eilon Shahar: Länder, die solchen Resolutionen zustimmen, können nicht als ehrliche Vermittler im Nahost-Konflikt auftreten.“

Asher Dishon, der Mitbegründer und erster Vorstandsvorsitzende des „Freundeskreis Be’er Sheva - Wuppertal“ ist vor wenigen Tagen im Alter von 97 Jahren verstorben. Vielen unserer langjährigen Mitglieder wird er noch in guter Erinnerung sein. Als FKBS-Vorstand haben wir seiner Frau Geula Dishon unsere aufrichtige Teilnahme bekundet und die Verdienste ihres Mannes für den Aufbau der partnerschaftlichen Beziehungen gewürdigt.

Herzlichen Gruß, auch im Namen des Vorstandes, und Shalom;

Arno Gerlach

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