Zum Tod von Heinz-Horst Deichmann

Vor wenigen Tagen ist der Unternehmer Heinz-Horst Deichmann verstorben. Der gläubige Christ hat sich an vielen Stellen sozial engagiert, unter anderem auch in Israel. Besonders die Ben-Gurion-Universität des Negev in Beer Sheva wurde von ihm gefördert. Zum Beispiel stiftete er den Lehrstuhl für Business Ethik, förderte landwirtschaftliche Entwicklungsprojekte für die Wüstenregionen und unterstütze zudem den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern. Deichmann war stellvertretender Leiter des Aufsichtsrates der Hochschule. Die Universität ehrte ihn damit, dass mehre Gebäude auf dem Universitätsgelände nach ihm benannt wurden und 1990 verlieh sie ihm die Ehrendoktorwürde.

Sein Engagement gründet in seinem Wunsch nach Versöhnung nach der Katastrophe der Shoah. Er selbst beschrieb es so: „In einem großen Hörsaal der Ben Gurion-Universität in Bersheva sprach ich über das, was ich an diesem einen Tage an drei verschiedenen Orten gesehen und erlebt hatte. Ich erklärte, daß dieser Christus für unsere, auch für meine Sünden starb. Jetzt steh ich hier, bitte, ihr Juden, vergebt mir. Das öffnete alles. Sie kamen herunter von den Bänken und umarmten mich. Da war niemand, der nicht weinte.“ Und weiter erklärt er in seiner Schrift „Christ und Unternehmer“: „Ich fühle mich auch dort (in Israel a.d.R.) als Christ und Unternehmer verantwortlich, nach Kräften etwas zum Guten mitzuwirken.“

Die Universität traut um ihren Förderer und schreibt zu seinem Tod: „Er glaubte an die Kraft der Gerechtigkeit und des Gebetes als Mittel für Sühne, nicht nur für seine Sünden, sondern auch für diejenigen, die er in den Tagen seines Lebens gesehen hatte, und vor allem in der Zeit der Scho’ah.“

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