Jahreshauptversammlung (JHV) des „Freundeskreis Beer Sheva e. V.“ am 30.11.2016 (19:00 Uhr)

An alle Mitglieder und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,
der nicht enden wollende Krieg in Syrien, ein brutaler Konflikt mit unzähligen Akteuren, fordert auch Israels permanente, hohe Aufmerksamkeit.
Galt der syrische Machthaber in Damaskus trotz immer wiederkehrender Drohungen gegen Jerusalem doch lange Zeit als ein gewisser Garant für relative Ruhe an der Golan-Front, so hat sich die Lage nach dem offenen Ausbruch des Kampfes der Opposition und der dschihadistischen Rebellen gegen das Assad-Regime vor fünf Jahren doch sehr verändert.

Je unübersichtlicher die Gemengelage in seinem nördlichen Nachbarland wird, je mehr muss Israel darauf achten, dass dieser furchtbare Bürgerkrieg nicht über den Hermon auf den Golan übergreift.
Mit der aktiven Beteiligung Russlands am Konflikt an der Seite des Assad-Regimes und dessen Unterstützung durch den Iran und die Hisbollah ist für Israel die Unsicherheit der Lage im Norden wesentlich gewachsen. Ein Ende des grausamen Gemetzels in Syrien und des furchtbaren Leids von Millionen Menschen ist nicht in Sicht.

Obwohl das israelische Militär, israelische Ambulanzen und Krankenhäuser schon viele syrische Verletzte über die Grenze geholt, medizinisch behandelt und gepflegt haben, gibt es zunehmend Angriffe vom Osten und Norden auf die Grenzgebiete am Hermon-Gebirge und um Quneitra.

Der Krieg in Syrien ist auch ein blutiger Kampf um das von allen Beteiligten begehrte Öl. Und ein multipolarer Stellvertreterkrieg. Zugleich erleben wir eine der größten Verfolgungen von Christen und Juden, auch wenn diese wegen der unmenschlichen Geschehnisse in Aleppo, Homs und Damaskus zurzeit etwas aus unserem Blickfeld geraten.

Sollte es jemals ein Ende des Mordens in Syrien geben, wird uns die permanente, existentielle Bedrohung Israels sicher wieder neu bewusst werden.

Es muss unser Interesse sein, sehr auf die Entwicklung im Nahen Osten, aber auch in Europa, in unserem Land und in unserer Stadt, zu achten und die Gefahren der Missachtung und der Gewalt gegen friedlich unter und mit uns lebenden Minderheiten und Schutzsuchenden, erst recht gegen unsere jüdischen Mitbürger, zu erkennen und abzuwehren.

Den ursprünglich für Anfang November in Aussicht genommenen Termin für unsere nächste Veranstaltung mussten wir aus verschiedenen Gründen verschieben.
Umso mehr freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, zwei Experten für ein Referat über die aktuellen Ereignisse und die komplexen Zusammenhänge im Nahen Osten gewonnen zu haben und laden Sie ein zur

Jahreshauptversammlung
am Mittwoch, den 30.11.2016, um 19:00 Uhr,
in die Bergische Synagoge, Gemarker Str. 15, 42275 Wuppertal.
Them
a des Abends: „Die Lage Israels in der Sicherheitsarchitektur des Nahen OstensGastreferenten:

Daniel Gerlach (Journalist, Historiker, Orientalist; Herausg. u. Chefred. d. Zeitschrift "zenith" / Berlin), Dr. Naseef Naeem (deutsch-syrischer Staatsrechtler; geb. in Homs, einer der führenden

Experten auf dem Gebiet der Staatlichkeit im Nahen Osten/ Frankfurt a. M.). Jedermann ist herzlich eingeladen und willkommen!

Shalom, auch im Namen des Vorstandes;

Arno Gerlach

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